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Spielgeschwindigkeit - das ewige Thema!

Es scheint wieder an der Zeit ein paar Worte einem Thema zu widmen, das so leicht vermeidbar wäre, wenn einige Grundregeln des Golfens mehr Verbreitung finden würden.


Es gibt das eine Extrem: "Golf" im Überschalltempo, deswegen in Anführungszeichen gesetzt, weil es mit dem Sport nicht mehr viel zu tun hat. Wer nicht mal mehr die Zeit findet um die Fahne aus dem Loch zu nehmen, nur damit man die 18 Löcher in neuer Rekordzeit schafft, spielt vielleicht "Ball ins Loch", aber kein Golf mehr. Dass sich diejenigen sich überrumpelt fühlen, die Ihre Runde Golf genießen wollen ist in jedem Fall nachzuvollziehen. 

Das andere Extrem, ärgerlich bei Privatrunden und natürlich insbesondere in Turnieren, ist ein zu langsames Spieltempo. Langsames Spiel hat gar nicht so vielfältige Ursachen. Es ist möglich, dass ein 4er Flight mit durchschnittlichen Handicaps eine Runde Golf in der Regelzeit spielt. Diese Regelzeit beträgt auf unserem Golfplatz für 18 Loch 4 Stunden und 30 Minuten.


Diese Spielzeit kann bequem erreicht werden, wenn einige Grundregeln beachtet werden:

 

  1. Gehgeschwindigkeit
    Ein etwas "zügiger" Schritt bringt einiges an Zeitersparnis. Fragen Sie sich, was die Flightpartner denn schon wieder 50 m weiter vorne machen, obwohl Sie zeitgleich von derselben Stelle losgelaufen sind!

  2. Vorbereitung
    Bereits auf dem Weg zum Ball können Sie überlegen welchen Schläger Sie einsetzen könnten. Das heißt natürlich nicht, dass an der Ballposition nicht noch Überraschungen lauern können, die eine andere Schlägerwahl erfordern. Liegen Sie aber richtig, dann können Sie ohne weiteres Zögern mit der Schlagvorbereitung beginnen. Sie müssen nicht mehr lange überlegen. Resultat: Zeitersparnis.

  3. Position der Bags/Trolleys etc.
    Wo parken Sie am Besten Ihren Trolley oder stellen Sie Ihr Tragebag ab, wenn der Ball auf oder am Grünrand liegt? In Richtung zum nächsten Abschlag, und nirgendwo anders! Dies verhindert auch das immer wieder beobachtete Abkürzen zwischen Grün und Bunker, das zu Recht als grober Etiketteverstoß gilt. Wenn Sie nach dem Einlochen direkt vom Grün in Richtung des nächsten Abschlags gehen und nicht erst nochmals das komplette Grün umrunden muss, ist man einfach schnelle. Der nachfolgende Flight kann somit auch schneller das freie Grün anspielen. 

  4. Suche nach dem Ball
    Sie haben das Recht gemäß Golfregel Ihren Ball zu suchen, daran will niemand rütteln. Aber es gibt Golfer, die ständig ihrem ernormen Drang zu langen Drives nachgeben. Leider wird an dem Driver gerne festgehalten, obwohl man an manchen Tagen an jedem Loch seinen Abschlag verzieht. Das kostet nicht nur Schläge, sondern auch Zeit. Wenn dann noch beim Suchen vergessen wird auf die Uhr zu schauen, oder man zurücklaufen muss, weil kein provisorischer Ball geschlagen wurde, dann fängt man sich auf die Schnelle mal 10 Minuten Verspätung an nur einem Loch ein. Und alle anderen Flights dahinter auch!

  5. Probeschwünge
    Ein Probeschwung ist genug. Alles andere verpulvert Energie und Konzentration, die Ihnen dann beim Schlag fehlt. Vom Golfverband gibt es Zeitvorgaben, die dem ersten Spieler 60 Sekunden bis zum Schlag, und den anderen 45 Sekunden geben.

  6. Anschluss halten
    Es kann nicht oft genug gesagt werden: Die Position Ihres Flights ist hinter dem Flight vor Ihnen, und nicht vor dem Flight hinter Ihnen.

  7. Auge für die Mitspieler
    „Mitzuspielen“ setzt etwas Spielerfahrung voraus, hilft aber dem ganzen Flight ernorm und verbessert nebenbei noch die Laune. Wer antizipieren kann, was ein Mitspieler von Ihnen erwartet, z.B, seinen Ball zu markieren, zur Fahne zu gehen, aus der Sichtlinie beim Schlagen zu gehen etc., sorgt für einen reibungsloseren Ablauf beim Spielen. Dadurch wird das Spiel einfach schneller.
     
  8. DGV-Regel 6-7 - Unangemessene Verzögerung; langsames Spiel
    Das Phänomen des langsamen Spiels ist nicht selten, darum gibt es in den Golfregeln dazu eindeutige Anweisungen. Die Regel 6-7 autorisiert die Spielleitung für Gegenmaßnahmen, von Strafschlägen bis zur Disqualifikation. Dazu der Hinweis: Wir informieren auf dem Platz an verschiedenen Positionen über die normalen Durchgangszeiten. 

    Zusätzliche Erklärungen im Turnier sind daher nicht mehr erforderlich. Und es erfordert ebenso wenig unpassende Kommentare der Spieler wenn es Teile dieser Regel zur Anwendung kommen. 

 

 

Besondere Platzregeln
Auch auf unserem Platz müssen besondere Regeln beachtet werden. Den genauen Wortlaut der Platzregeln finden Sie hier. Auf eine für ein flüssiges Spiel besonders wichtige Etikette-Regel sei hier besonders hingewiesen:

Reißverschlussverfahren

Das Einfädeln an Tee 1/10 kann nur im Reißverschlußverfahren funktionieren. Spielgruppen, die bereits 9 Bahnen absolviert haben, können nach dem ersten Flight, der wartet und zum Abschlag bereit ist, einfädeln.

Nach dem durchspielenden Flight können die noch verbleibenden Partien entsprechend abschlagen, evtl. wieder im Reißverschlußverfahren, wenn weitere durchspielende Flights zu Tee 10 kommen.